Ich bin schockiert. Der Katastrophen-Fehlstart des MSV Duisburg ist perfekt. Die Duisburger haben nahtlos an ihre desolate Defensivleistung aus Karlsruhe angeknüpft. Auch in Sachen Technik, Passgenauigkeit und Fitness scheinen die Zebras in einem Zustand zu sein, als hätte die Vorbereitung zur neuen Saison gerade erst begonnen.
Zwar hat diesmal in der zweiten Hälfte die Einstellung und der Kampfeswille gestimmt, aber mit Kampf allein gewinnt man heutzutage keinen Blumentopf mehr.
Keine Frage, der MSV befindet sich in einem Zustand, der einem Angst machen muss. Und das liegt nicht allein an der ein oder anderen schwach besetzten Position. Das Zusammenspiel – es existiert nicht. Man fragt sich, was Milan Sasic mit den Jungs eigentlich im Trainingslager gespielt hat. Fußball kam da offenbar zu kurz.
Natürlich ist es viel zu früh, die im Falle fortgesetzter Erfolglosigkeit obligatorische Trainerfrage zu stellen. Doch sind die Probleme beim MSV Duisburg so massiv, so umfassend, dass es mindestens zwei Monate dauern dürfte, sie in den Griff zu kriegen. Nur dann wird der MSV so weit unten drin stehen, dass man das Saisonziel neu definieren muss: bloß nicht in Abstiegsgefahr geraten!

Was will man von einer “Mannschaft”, die doch total neu zusammengekauft wurde,
eigentlich erwarten? Um eine echte Fußballmannschaft zu werden, benötigen die Fremdenlegionäre, die lediglich den Namen “MSV” tragen, noch einige Zeit. Dazu
gehört nicht nur fußballerisches Können, sondern auch Disziplin, die man im
ersten Spiel mit den Unmengen gelber Karten vermißte. Aber vielleicht klappt
es ja noch.
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Na endlich: Gegen den Drittligisten SV Babelsberg siegten die Zebras mit 2:0 nach einem Eigentor durch Babelsbergs Stroh-Engel und einem Tor des Duisburgers Domoychiyski.