Duisburgs Versöhnungstour kann beginnen

Na also, es geht doch. Endlich der erste Saisonsieg des MSV Duisburg. Ein Gewaltschuss von Bajic unter die Latte macht kurz vor der Pause den Unterschied, denn bis dahin war es mal wieder ein Spiel Not gegen Elend. Zwar stehen die Duisburg inzwischen etwas besser in der Defensive, aber vorne herrscht nach wie vor große Geheimniskrämerei: Man weiß einfach nicht, wie gut die Duisburger Stürmer sind, weil sie praktisch nie den Ball bekommen.

Umso mehr freut es mich, dass ausgerechnet Mittelstürmer Emil Jula eine schöne Flanke zur Vorentscheidung verwandeln konnte. Bisher ging die Saison an Jula nämlich komplett vorbei. Beim dritten Treffer hatte ich, zugegeben, mit dem Dresdner Eigentorschützen etwas Mitleid. Das sah schon ziemlich unglücklich aus. Aber was soll’s. Das passiert einfach mal. Und wir brauchen gerade jedes Tor auf unserem Konto.

Jetzt können die Zebras mit einem Erfolgserlebnis im Kopf die Länderspielpause überbrücken. Psychologisch ist das ja durchaus wichtig. Dann, am 9. September, geht es direkt in meine Nachbarschaft – in die “Stadt ohne Namen”, wie man Fürth hier in Nürnberg abfällig nennt. Vielleicht entscheide ich mich ja sogar für einen spontanen Besuch. Das Fürther Stadiondingsbums liegt ja nur etwa 20 Autominuten von hier entfernt. Und wenn der MSV dort einen Überraschungserfolg landet, kann man als Zebrafan schon fast wieder versöhnt sein nach diesem Katastrophen-Saisonstart…

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Eine Antwort auf Duisburgs Versöhnungstour kann beginnen

  1. Kritiker sagt:

    Versöhnungstour ist recht optimistisch formuliert. Wenn man bedenkt, dass sich nur 12.657 Zuschauer im Heimspiel gegen den Aufsteiger versöhnen lassen wollten, dann müssen für eine echte Versöhnung mit dem Publikum demnächst aber noch eine Menge Tore fallen: für den MSV. Und ob das beim nächsten Auswärtsspiel wirklich gelingt?
    Immerhin fand der erste MSV-Erfolg in einem Kellerduell statt; beim nächsten Mal geht es hingegen zum Spitzenreiter nach Fürth. Da wird schon ein Wunder herhalten müssen, damit die Versöhnungstour nicht alsbald wieder abbricht.